Punktfundament & Putz

06. November 2017
Bau
Updates

Punktfundament

Wie geplant, wurde Mitte Oktober die Bodenplatte geöffnet, um ein neues Punktfundament zu gießen. Dieses Punktfundament brauchen wir, damit die Mittelsäule, welche das Flachdach abstützt, später statisch im ausreichenden Maße die Kraft auf das Fundament abtragen kann. Die Fundamentplatte ist nämlich im Allgemeinen „recht dünn“ und ist nur an bestimmten Stellen durch unterliegende Streifenfundamente verstärkt. Diese entsprechenden Stellen wurde allerdings zusammen mit einem Gebäude geplant, welches vorher darauf stand.

Ärgerlicherweise kam beim Öffnen der Platte ein Streifenfundament zum Vorschein, welches auf den uns vorliegenden Plänen einfach nicht verzeichnet war. Eine Verstärkung der Bodenplatte wäre also vielleicht überhaupt nicht notwendig gewesen, weil die entsprechende Stelle bereits ein geeignetes unterliegendes Streifenfundament besaß…

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Die Bodenplatte wurde wieder verschlossen und braucht nun etwa 4 Wochen zum vollständigen Aushärten. Mitte November beginnt nun die Konstruktionsphase der Außenhülle. Der erste Schritt dafür ist das Anfertigen der Wandmodule in der Werkstatt des Bauunternehmens, welche dann einige Wochen später auf der Baustelle zusammengebaut werden.

Putz

In der Zwischenzeit haben wir uns mit dem Verputzen beschäftigt. Dieses kann nämlich idealerweise gleich im Anschluss an den Holzrohbau erfolgen, da das Gerüst für 4 Wochen gemietet ist und daher sinnvollerweise mitgenutzt werden sollte. Jedoch taten sich auch hier wieder diverse Problemfelder auf…

Zum einen braucht der Putz zum trocknen eine minimale mittlere Außentemperatur von 5°C (auch nachts), welches ab Dezember schwierig wird. Die Holzfaserdämmplatten dürfen allerdings auch nicht länger als 3 Monate der freien Witterung ausgesetzt werden, d.h. sie müssten spätestens im Februar beputzt werden. Auch im Februar werden wir jedoch die minimale mittlere Temperatur für die Trocknung noch nicht erreichen können…

Außerdem ist das Verputzen gemäßig unseres MSM-Isolationsplans durch die Verwendung der Steico Protect Holzfaserdämmplatten nicht so einfach umsetzbar wie wir das gedacht haben. Obwohl diese Platten putzbar zertifiziert sind, ist eine höhere Putzdicke wegen der Tragfähigkeit nicht so einfach möglich. Wir haben nun aber ein Unternehmen gefunden und engagiert, welches unsere Spezifikationen an Putzdicke bzw. Wandgewicht erfüllen kann. Dafür wird die Armierungsschicht des Putzes verdoppelt und in zwei Phasen aufgebracht. Bei dem verwendeten Material entspricht der Verbrauch laut Hersteller ca. 1,4 kg/m² pro m Schichtdicke. Durch die Verdopplung erreichen wir so 10mm und kommen auf 14,0 kg/m² allein bei der Armierungsschicht. Der Oberputz erfolgt dann als 2mm Scheibenputz und bringt erneut 3,5 kg/m² ins System, sodass wir von mindestens 17,5 kg/m² ausgehen können, welches unsere Anforderungen mehr als erfüllt.


veröffentlicht am 06. November 2017