Arbeitstische (Planung)

07. Mai 2018
Planung

1 | Warum?

Neben einem Spanntisch und einen kleinen DIY-Kappsägentisch (beide bereits vorhanden) werden wir zwei große Arbeitstische aus Holz bauen. Auf diesen möchten wir die Wand- und Deckenmodule konstruieren. Man könnte dies auch einfach auf dem Boden machen, allerdings ist stehend arbeiten ergonomischer (der Rücken wird sich bedanken). Der Boden ist kalt, relativ uneben, dunkel und man kann nichts dran verzwingen.

Ein vorhandener Tisch ist in der Regel nicht stabil und groß genug. Auch ist das Arbeiten auf Böcken ist unpraktisch für das Konstruieren der Holzrahmen, weil Möglichkeiten zur Verzwingung und eine durchgehend plane Oberfläche fehlt. Da die Module bis über 4m hoch sind und hunderte Kilogramm wiegen, brauchen wir eine große und stabile Arbeitsfläche.

2 | Aufbau

Die Breite der Tische beträgt 1,40m. Die Längen betragen 2m und 2,5m. Zusammengestellt sind sie also groß genug, um alle Module darauf konstruieren zu können. Wir haben eine sehr einfache Konstruktionsweise gewählt ohne irgendwelche Verblattungen oder Verleimungen, da die Tische schnell gebaut werden sollen und auch schnell wieder rückgebaut werden sollen. Wie auch schon bei Trebuchet lassen sich hier alle Materialien wiederverwenden.

Wir verwenden 10×10 KVH für die Beine und den oberen Rahmen, 6×10 für den unteren umlaufenden Rahmen. Die Arbeitsplatte wird aufgrund der Kurzlebigkeit der Konstruktion nur mit 22mm OSB realisiert. Schöner, ebener, massiver wäre eine Spanplatte. Noch besser wäre MDF oder Multiplex. Letzteres würde man bevorzugt als Arbeitsplatte für eine (langlebigere) Werkbank nehmen. Eine oft empfohlene günstige Alternative, die Küchenarbeitsplatte, ist für unsere Zwecke leider nicht tief genug.

Alle Verbindungen werden mit Holzschrauben und ggf. (Winkel-)Lochplatten realisiert.

3 | „Features“

Die Unterkonstruktion geht nahtlos bis zum Rand der Tischplatte. Somit erhalten wir eine stabile Kante. Dies ist zwar umständlich, weil man zwangsläufig längere Zwingweiten hat, aber ist hilfreich, um die Module vom Tisch zu schieben und an diesen anzuwinkeln, um sie daraufhin dann (mit der Seilwinde) vollständig aufzurichten. Um die entstehenden Kräfte aufzunehmen muss die Kante daher robust sein und nicht nur eine überstehende Tischplatte sein. Wir werden den Tisch zusätzlich mit dem Boden verschrauben, um nötige Stabilität und Standfestigkeit herzustellen.

Beide Tische können an den zueinander gerichteten Beinpaaren miteinander verbunden werden. Entweder mit Schraube und Mutter oder mit Zwingen. Die Tische lassen sich so einzeln transportieren, verschieben und nutzen. Sie können auch mit einem kleinen Zwischenraum zueinander aufgestellt werden, um Holzplatten zu sägen. Sobald die Wandmodule fertig konstruiert sind, kann zudem auch erst ein Tisch abgebaut werden und der andere für kleine Objekte weiterverwendet werden, z.B. für Akustikelemente oder Türblätter.

4 | Kappsägentisch

Den Kappsägentisch haben wir aus dem übrig gebliebenen Holzausschnitt für das Spülbecken aus einer Küchenarbeitsplatte und Metallbeinen eines alten Schreibtisches gebaut. Er ist zwar klein, die Kappsäge findet jedoch Platz und wird in Kombination mit Spanntisch oder den großen Arbeitstischen genug Auflagefläche zum Arbeiten haben.


veröffentlicht am 07. Mai 2018